KMU-Team beim Vergleich sicherer Cloud-Speicher-Lösungen 16.08.2026

Cloud-Speicher für KMU im Vergleich: Sechs Anbieter, sechs Datenschutz-Modelle

Stand: 8. August 2026. Alle Preise pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, netto (zzgl. MwSt.).

Dieser Artikel ist nicht gesponsert. Für die Nennung der genannten Anbieter erhalte ich weder Vorteile noch eine Vergütung.

Vorab: Keiner dieser Dienste ist eine Datensicherung

Das ist der wichtigste Satz des Artikels, deshalb steht er ganz oben.

Google Drive, OneDrive, Dropbox, Box, Zoho WorkDrive und Proton Drive sind Synchronisationsdienste. Sie halten einen Ordner auf Ihrem Rechner und einen Ordner in der Cloud identisch. Genau das macht sie als Datensicherung untauglich:

  • Verschlüsselt Ransomware Ihre Dateien, synchronisiert der Client die verschlüsselten Versionen brav in die Cloud. Innerhalb von Minuten steht dort dasselbe wie auf dem befallenen Rechner.
  • Löschen Sie einen Ordner versehentlich, ist er auch in der Cloud gelöscht. Es ist derselbe Mechanismus, der den Dienst nützlich macht.
  • Bei Microsoft 365 und Google Workspace kommt hinzu, dass der Anbieter für Ihre Inhalte gar keine Wiederherstellungsgarantie gibt. Was es gibt, ist ein Papierkorb mit Verfallsdatum — kein Backup.

Das ist dieselbe Logik wie bei einer RAID-1-Spiegelung: Sie hält den Betrieb am Laufen, aber was um 9:14 Uhr gelöscht wird, ist um 9:14 Uhr zweimal gelöscht. Wie RAID 1 und eine USV vor Festplattenausfällen und Stromproblemen schützen, lesen Sie im Artikel RAID 1 und USV: Datensicherheit für Tierarztpraxen.

Cloud-Speicher ist die Ablage. Eine echte Datensicherung ist ein zweites, unabhängiges System — mit versionierten, vom Produktivsystem getrennten Kopien, die sich nicht automatisch mitverändern.

Was die hier verglichenen Dienste immerhin bieten, ist eine Versionshistorie. Die ist besser als nichts und rettet den versehentlich überschriebenen Kostenvoranschlag zuverlässig. Wie weit sie im Ernstfall trägt, steht weiter unten im Abschnitt Versionshistorie und Ransomware-Rollback — die Unterschiede zwischen den Anbietern sind dort größer als beim Preis.

Wie eine richtige Datensicherung für einen Kleinbetrieb aussieht, ist ein eigenes Thema.

Worum es hier geht

Dieser Vergleich behandelt die sechs verbreitetsten Cloud-Speicherdienste für kleine und mittlere Unternehmen in Europa: die drei großen — Google Drive for Business, Microsoft OneDrive for Business und Dropbox Business — sowie drei bekannte Alternativen: Box, Zoho WorkDrive und Proton Drive.

Bewusst außen vor bleiben die kleineren europäischen und deutschen Anbieter — Hetzner, IONOS, luckycloud, TeamDrive, gehostetes Nextcloud und andere. Für Betriebe mit hohen Souveränitätsanforderungen sind sie oft die bessere Wahl, und sie verdienen einen eigenen Artikel. Artikel folgt in Kürze.

Der Vergleich konzentriert sich auf fünf Punkte: Verschlüsselung, Versionshistorie, DSGVO-Konformität, Speicherplatz und Kosten.

Wenn Sie nicht alles lesen möchten, springen Sie direkt zur Zusammenfassung.

Sicherheit

Alle sechs Anbieter unterstützen die Grundfunktionen: Zwei-Faktor-Authentifizierung und TLS-Verschlüsselung für die Übertragung. Admin-Dashboards und Rechteverwaltung lasse ich außen vor — diese Themen sind umfangreich und für viele kleine Betriebe in dieser Tiefe nicht relevant.

Entscheidend sind zwei andere Fragen.

AES-128 oder AES-256?

Die meisten Anbieter nutzen AES-128 oder AES-256. Beide gelten als sicher; AES-256 hat die längere Schlüssellänge. Für kleine und mittlere Unternehmen ist der Unterschied in der Praxis kaum relevant, solange die übrigen Maßnahmen greifen. Die zweite Frage ist die wichtigere.

Wer verwaltet die Schlüssel?

  1. Provider-Managed. Der Anbieter erzeugt, speichert und rotiert die Schlüssel. Für die meisten Unternehmen der einfachste Weg — bedeutet aber, dass der Anbieter technisch Zugriff auf Ihre Daten hat.

  2. Customer-Managed (Bring Your Own Key, Customer Key, External Key Management). Sie verwalten den Master-Schlüssel selbst, etwa in einem eigenen HSM. Der Anbieter verschlüsselt damit seine internen Schlüssel („Key Wrapping"). Sie können den Zugriff jederzeit widerrufen — solange Sie ihn nicht widerrufen, kann der Anbieter die Daten aber weiterhin entschlüsseln. Und Sie tragen die Verantwortung für Aufbewahrung, Rotation und Verfügbarkeit.

  3. Zero-Knowledge. Ver- und Entschlüsselung finden ausschließlich auf Ihren Geräten statt, alle Schlüssel bleiben bei Ihnen. Der Anbieter kann Ihre Daten nicht lesen. Der Preis ist Eigenverantwortung: Verlieren Sie den Zugang, kann ihn niemand wiederherstellen.

Verschlüsselung beim Anbieter

Google DriveOneDriveDropboxBoxZoho WorkDriveProton Drive
AlgorithmusAES-128 bei einigen älteren Konten, sonst AES-256AES-256AES-256AES-256AES-256AES-256
SchlüsselverwaltungProvider-managedProvider-managed; Customer Key über Azure Key VaultNur Provider-managedProvider-managed; Customer-Managed über Box KeySafeProvider-managed; eigene Schlüssel möglichZero-Knowledge
Verschlüsselung schon auf dem PCJa (AES-256)

Ein häufiger Irrtum: Googles clientseitige Verschlüsselung (CSE) wird oft als Option für KMU genannt. Sie ist ausschließlich in den Editionen Frontline Plus, Enterprise Plus sowie Education Standard/Plus enthalten. In Business Starter, Standard und Plus — also genau den Tarifen, um die es hier geht — lässt sie sich nicht aktivieren.

Unter den betrachteten Tarifen ist Proton Drive damit der einzige Dienst, bei dem die Daten Ihr Gerät bereits verschlüsselt verlassen. Das ist kein Detail, sondern der Unterschied zwischen „der Anbieter darf nicht" und „der Anbieter kann nicht" — dazu gleich mehr beim CLOUD Act.

Versionshistorie und Ransomware-Rollback

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, und hier schauen die wenigsten hin.

Zwei Dinge muss man auseinanderhalten:

  • Versionshistorie ist dateiweise. Sie rettet die eine überschriebene Datei. Nach einem Ransomware-Befall mit 40.000 betroffenen Dateien hilft sie Ihnen nur theoretisch — niemand stellt 40.000 Dateien einzeln wieder her.
  • Point-in-Time-Rollback setzt das gesamte Laufwerk auf einen Zeitpunkt zurück. Das ist die Funktion, die im Ernstfall zählt.
VersionshistoriePapierkorbMassen-Rollback
Google DriveVersionen bleiben bei Workspace-Konten erhalten; bei hochgeladenen Nicht-Google-Dateien 100 Versionen bzw. 30 Tage, einzelne Versionen dauerhaft speicherbar30 Tage, danach Admin-Wiederherstellung bis 25 TageNein
OneDrive for Businessbis zu 500 Versionen pro Datei93 Tage (erste + zweite Stufe)Ja — „Dateien wiederherstellen", gesamtes OneDrive auf einen Zeitpunkt der letzten 30 Tage
Dropbox Standard180 Tageim Rahmen der VersionshistorieJa — Dropbox Rewind
Dropbox Advanced365 Tageim Rahmen der VersionshistorieJa — Dropbox Rewind
Box Business Starter25 Versionen pro DateikonfigurierbarNein
Box Business / Business Plus50 Versionen pro DateikonfigurierbarNein
Zoho WorkDriveVersionierung, Anzahl per Richtlinie konfigurierbar7/15/30 Tage oder unbegrenzt; Admin-Papierkorb bis 120 TageNein
Proton Drive Professional365 Tagebis zur manuellen LöschungNein
Proton Workspacebis zu 10 Jahrebis zur manuellen LöschungNein

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Nur Microsoft und Dropbox bieten einen echten Massen-Rollback. Wer Cloud-Speicher auch als letzte Verteidigungslinie gegen Ransomware verstehen will — und noch einmal: das sollte er nicht —, hat hier nur zwei Optionen.

Zweitens, eine Falle bei Dropbox: Die längere Aufbewahrung gilt ab dem Tag des Upgrades und nicht rückwirkend. Wer nach einem Vorfall upgradet, kommt an die alten Versionen nicht heran.

DSGVO: Vier Bedingungen, nicht eine

Die Datenschutz-Grundverordnung regelt EU-weit, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden müssen. Wer Daten von EU-Bürgern verarbeitet, ist gebunden — unabhängig vom Sitz des Unternehmens.

In der Praxis wird das gern auf eine Frage verkürzt: Steht der Server in der EU? Das ist die erste von vier Bedingungen, nicht die einzige.

1. Speicherort

EU-/EWR-Rechenzentrum standardmäßig?Details
Google DriveNeinData Regions müssen in der Admin-Konsole aktiviert werden und sind ab Business Standard enthalten. Business Starter kann es nicht.
OneDrive for BusinessJaKundendaten europäischer Mandanten liegen standardmäßig in EU-Rechenzentren; die EU Data Boundary bildet zusätzlich die Kerndienste in EU-/EFTA-Regionen ab.
Dropbox BusinessNeinEU Data Residency erfordert mindestens 10 aktive Lizenzen, jährliche Zahlweise, eine Rechnungsadresse außerhalb der aktuellen Datenregion und keine parallel laufende Migration.
BoxNeinBox Zones (Frankreich, Deutschland, Irland) erfordert einen Enterprise-Plan und muss über den Support aktiviert werden.
Zoho WorkDriveJaBei Registrierung über eu.zoho.com bzw. mit EU-Adresse, in allen Tarifen ohne Aufpreis.
Proton DriveJaRechenzentren in der Schweiz und in Deutschland.

Wichtig bei Google: Data Pinning betrifft nur die Speicherung ruhender Daten, nicht zwingend alle Verarbeitungsschritte oder Backups.

2. Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO)

Ohne unterzeichneten AVV ist die Nutzung jedes dieser Dienste für personenbezogene Daten rechtswidrig — unabhängig vom Speicherort. Alle sechs Anbieter stellen einen AVV bereit; bei Google, Microsoft, Dropbox, Box und Zoho ist er in der Regel Bestandteil der Geschäftsbedingungen bzw. über die Admin-Konsole abrufbar, bei Proton über den Business-Support. Prüfen und archivieren müssen Sie ihn selbst. Ein AVV, den niemand je heruntergeladen hat, hilft bei einer Prüfung nicht.

3. Drittlandtransfer und US CLOUD Act

Hier liegt der Punkt, den die grünen Häkchen oben verdecken.

Google, Microsoft, Dropbox und Box sind US-Unternehmen. Der US CLOUD Act verpflichtet sie, auf Anordnung US-amerikanischer Behörden Daten herauszugeben — auch dann, wenn diese Daten physisch in Frankfurt liegen. Ein EU-Rechenzentrum ändert daran nichts.

Daraus folgt eine Unterscheidung, die praktisch relevanter ist als der Standort:

  • Rechtliche Kontrolle: Der Anbieter darf Ihre Daten nicht herausgeben — außer, eine Behörde ordnet es an. Das gilt für Google, Microsoft, Dropbox und Box, teils abgefedert durch EU Data Boundary und Standardvertragsklauseln.
  • Technische Kontrolle: Der Anbieter kann Ihre Daten nicht herausgeben, weil er sie nicht entschlüsseln kann. Das gilt nur für Proton Drive.

Zoho ist indischer Herkunft mit EU-Rechenzentren und fällt nicht unter den CLOUD Act, verschlüsselt aber ebenfalls provider-seitig.

Für die meisten Betriebe ist die rechtliche Absicherung ausreichend. Für Betriebe mit Berufsgeheimnis ist sie es unter Umständen nicht — siehe nächster Punkt.

4. Berufsrecht: § 203 StGB und GoBD

Der Artikel nennt an mehreren Stellen Arztpraxen, Tierarztpraxen und Steuerkanzleien. Für genau diese Betriebe gelten zusätzliche Regeln, die die DSGVO nicht abdeckt:

  • § 203 StGB (Verletzung von Privatgeheimnissen). Ärzte, Zahnärzte, Steuerberater und Rechtsanwälte unterliegen der Schweigepflicht. Ein Cloud-Anbieter, der technisch auf die Inhalte zugreifen kann, gilt als „sonstige mitwirkende Person" nach § 203 Abs. 3 StGB und muss vertraglich entsprechend verpflichtet werden — zusätzlich zum AVV. Ein Anbieter, der die Daten gar nicht entschlüsseln kann, entschärft dieses Problem an der Wurzel.
  • GoBD und Aufbewahrungsfristen. Steuerlich relevante Unterlagen unterliegen Aufbewahrungsfristen von bis zu zehn Jahren, und zwar unveränderbar und jederzeit auswertbar. Kein Synchronisationsdienst mit 30- bis 365-tägiger Versionshistorie erfüllt das — in keinem Tarif, zu keinem Preis. Dafür brauchen Sie ein revisionssicheres Archiv, und das ist wieder ein eigenes Produkt.

Beides ist kein Randthema, sondern für die genannten Berufsgruppen der eigentliche Prüfmaßstab. Artikel folgt in Kürze.

Integration und Zusammenarbeit

Google Drive ist konsequent auf Echtzeit-Zusammenarbeit ausgelegt. Mit Docs, Sheets und Slides arbeiten mehrere Personen gleichzeitig an einem Dokument. Dazu kommen zahllose Integrationen über den Google Marketplace.

Microsoft OneDrive ist eng mit Word, Excel, PowerPoint und Teams verzahnt und unterstützt gleichzeitiges Bearbeiten, Versionierung und differenzierte Freigaben. Zusammen mit SharePoint und Teams die vollständigste Umgebung im Vergleich — besonders für Betriebe, die Microsoft 365 ohnehin nutzen.

Dropbox hat die Funktionen für Zusammenarbeit über die Jahre deutlich ausgebaut; Dropbox Paper bietet einen einfachen Online-Editor. Die Integration in Office-Tools, Slack oder Zoom ist solide, reicht aber nicht an Google Workspace oder Microsoft 365 heran.

Box setzt auf sichere Zusammenarbeit mit externen Partnern: granulare Rechteverwaltung, Workflow-Automatisierung (Box Relay), breite Integrationspalette. Wer komplexe Freigaben oder Compliance-Workflows braucht, findet hier mehr als bei Dropbox.

Zoho WorkDrive ist Teil der Zoho-Suite mit über 40 Business-Apps; Zusammenarbeit läuft über Zoho Writer, Sheet und Show. Für Betriebe, die bereits Zoho CRM oder Mail einsetzen, eine günstige und gut integrierte Ergänzung. Tiefere Integrationen zu Drittanbietern fehlen.

Proton Drive hat den Ruf, Zusammenarbeit nicht zu können — das stimmt seit Juli 2024 nicht mehr. Mit Docs und Sheets bietet Proton einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Editor mit Echtzeit-Bearbeitung, Cursor-Anzeige, Kommentaren und Vorschlagsmodus. Funktional schlanker als Google Docs, und die Anbindung an Drittanwendungen ist begrenzt. Wer eine vollständige Office-Suite erwartet, wird nicht fündig; wer sichere Ablage mit brauchbarer Zusammenarbeit sucht, sehr wohl.

Speicherplatz — der oft übersehene Faktor

Ein Preisvergleich pro Nutzer ist unvollständig, solange man nicht dazusagt, wie viel Speicher dafür enthalten ist. Die Modelle unterscheiden sich grundlegend: Manche Anbieter rechnen pro Nutzer, andere vergeben ein Kontingent für das gesamte Team.

TarifSpeicherModell
Google Business Starter30 GB pro Nutzergepoolt
Google Business Standard2 TB pro Nutzergepoolt
Google Business Plus5 TB pro Nutzergepoolt
M365 Business Basic1 TB pro Nutzerpro Nutzer
M365 Business Standard1 TB pro Nutzerpro Nutzer
Dropbox Standardab 3 TBpro Team
Dropbox Advancedab 15 TBpro Team
Box Business Starter100 GB pro Nutzerpro Nutzer
Box Business / Business Plusunbegrenzt
Zoho WorkDrive Starterab 1 TB (+100 GB je Nutzer ab 10)pro Team
Zoho WorkDrive Teamab 3 TB (+300 GB je Nutzer ab 10)pro Team
Zoho WorkDrive Businessab 5 TB (+500 GB je Nutzer ab 10)pro Team
Proton Drive Professional1 TB pro Nutzerpro Nutzer
Proton Workspace Standard1 TB pro Nutzerpro Nutzer

Für die meisten kleinen Betriebe ist 1 TB pro Nutzer großzügig bemessen — viele Praxen und Büros liegen deutlich darunter, und es lohnt sich, den tatsächlichen Bedarf einmal nachzumessen, bevor man dafür bezahlt. Genau deshalb ist die andere Richtung interessant: Googles Business Starter mit 30 GB pro Nutzer ist so knapp, dass er als Ablage für einen ganzen Betrieb praktisch ausfällt — bei fünf Nutzern sind das 150 GB für alles zusammen.

Kosten

Alle Angaben netto, pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. In den Tabellen stehen die monatlichen Gesamtkosten. Die Spalte €/TB setzt den Preis ins Verhältnis zum enthaltenen Speicher (berechnet für ein Team von fünf Nutzern) und macht die Tarife erst wirklich vergleichbar.

Google Drive for Business

NutzerBusiness Starter (6,80 €)Business Standard (13,60 €)Business Plus (21,10 €)
534,00 €68,00 €105,50 €
1068,00 €136,00 €211,00 €
20136,00 €272,00 €422,00 €
50340,00 €680,00 €1.055,00 €
€/TB≈ 227 €6,80 €4,22 €

Berechnungsbasis für fünf Nutzer: Starter 34,00 € ÷ 0,15 TB ≈ 226,67 €/TB, Standard 68,00 € ÷ 10 TB = 6,80 €/TB und Plus 105,50 € ÷ 25 TB = 4,22 €/TB.

Ab Business Standard können Administratoren festlegen, ob ruhende Daten in einer EU-Region — etwa Frankfurt oder Finnland — oder in den USA liegen. Business Starter bietet weder das noch nennenswerten Speicher und ist damit für einen Betrieb, der DSGVO-konform arbeiten muss, keine ernsthafte Option. Der realistische Einstieg bei Google liegt bei 13,60 €.

Microsoft OneDrive for Business

Das hat sich 2026 grundlegend geändert. Microsoft hat die eigenständigen OneDrive-for-Business-Pläne im Januar 2026 abgekündigt:

  • Seit dem 31. Mai 2026 keine Neubestellungen mehr für Neukunden.
  • Ab Januar 2027 keine Verlängerungen; bestehende Lizenzen laufen bis Laufzeitende weiter.
  • Vollständige Abschaltung im Dezember 2029.

Der frühere Preis-Tipp „reiner Cloud-Speicher für 4,70 € pro Nutzer" existiert für Neukunden nicht mehr. Wer heute bei Microsoft startet, beginnt bei Microsoft 365 Business Basic. Zusätzlich hat Microsoft zum 1. Juli 2026 die Preise angehoben und Copilot in die höheren Business-Tarife gebündelt; Business Standard wird im deutschen Direktvertrieb nur noch als „Business Standard und Microsoft 365 Copilot Business" angeboten.

NutzerBusiness Basic (6,07 €)Business Standard + Copilot (20,36 €)
530,35 €101,80 €
1060,70 €203,60 €
20121,40 €407,20 €
50303,50 €1.018,00 €
€/TB6,07 €20,36 €

Business Basic enthält 1 TB pro Nutzer sowie die Web- und Mobil-Versionen von Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Desktop-Anwendungen gibt es erst ab Business Standard — dort inzwischen nur noch im Copilot-Bündel. Wer die Desktop-Apps ohne Copilot braucht, sollte Microsoft 365 Apps for Business (11,00 €) prüfen oder mit einem Microsoft-Partner sprechen; über den Partnerkanal sind teils andere Zusammenstellungen erhältlich.

Dropbox Business

NutzerStandard (12 €)Advanced (18 €)
560,00 €90,00 €
10120,00 €180,00 €
20240,00 €360,00 €
50600,00 €900,00 €
€/TB20,00 €6,00 €

Dropbox rechnet den Speicher fürs Team, nicht pro Nutzer — der €/TB-Wert verschlechtert sich also mit jedem zusätzlichen Arbeitsplatz, solange das Kontingent nicht mitwächst.

EU-Datenresidenz erfordert mindestens 10 aktive Lizenzen und jährliche Zahlweise; für kleinere Teams ist sie nicht verfügbar. Dafür bietet Dropbox mit Rewind einen der beiden echten Massen-Rollbacks im Vergleich.

Box

Alle Business-Tarife setzen mindestens drei Nutzer voraus. EU-Datenhaltung über Box Zones erfordert einen Enterprise-Plan (31,50 €) oder Enterprise Plus (45,00 €) plus Add-on.

NutzerBusiness Starter (4,50 €)Business (13,50 €)Business Plus (22,50 €)
522,50 €67,50 €112,50 €
1045,00 €135,00 €225,00 €
2090,00 €270,00 €450,00 €
50225,00 €675,00 €1.125,00 €
€/TB45,00 €unbegrenztunbegrenzt

Box Business ist der einzige Tarif im Vergleich mit unbegrenztem Speicher — für Betriebe mit sehr großen Datenmengen und ohne EU-Anforderung durchaus interessant.

Zoho WorkDrive

EU-Speicherung ist in allen Tarifen ohne Aufpreis enthalten. Zu beachten ist die Mindestabnahme von drei Nutzern: Für Einzelunternehmer liegt der Mindestpreis damit bei 7,50 € monatlich.

NutzerStarter (2,50 €)Team (4,50 €)Business (9,00 €)
512,50 €22,50 €45,00 €
1025,00 €45,00 €90,00 €
2050,00 €90,00 €180,00 €
50125,00 €225,00 €450,00 €
€/TB12,50 €7,50 €9,00 €

Proton Drive

Alle Proton-Business-Tarife speichern standardmäßig in schweizerischen und/oder deutschen Rechenzentren. Namensänderung beachten: Die frühere Proton Business Suite heißt seit Ende März 2026 Proton Workspace (Standard 12,99 €, Premium 19,99 €). Der reine Speichertarif Drive Professional (7,99 €) besteht weiter.

NutzerDrive Professional (7,99 €)Workspace Standard (12,99 €)
539,95 €64,95 €
1079,90 €129,90 €
20159,80 €259,80 €
50399,50 €649,50 €
€/TB7,99 €12,99 €

Vertragsbindung und Mehrwertsteuer

Zwei Punkte, die in Preisvergleichen regelmäßig untergehen:

  • Alle Preise in diesem Artikel gelten bei jährlicher Abrechnung und setzen eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten voraus. Monatliche Kündbarkeit ist bei allen Anbietern möglich, kostet aber typischerweise 20 bis 25 Prozent Aufschlag. Bei Dropbox ist die jährliche Zahlweise zusätzlich Voraussetzung für die EU-Datenresidenz. Mindestnutzerzahlen: Box und Zoho jeweils drei, Dropbox Advanced drei.
  • Alle Preise sind Nettopreise zzgl. 19 % MwSt. Vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe rechnen mit den genannten Zahlen. Kleinunternehmer nach § 19 UStG zahlen den Bruttopreis — aus 30,35 € werden 36,12 €.
  • Microsoft hat die Business-Preise zum 1. Juli 2026 um 5 bis 43 Prozent angehoben. Preisstabilität über die Vertragslaufzeit hinaus sollte niemand voraussetzen.

Zusammenfassung

Von den drei großen Anbietern bleibt Microsoft die günstigste Wahl — nicht mehr über den abgekündigten OneDrive-Plan 1, sondern über Microsoft 365 Business Basic zu 6,07 €. Der Vorteil gegenüber Google und Dropbox ist unverändert: EU-Speicherung ohne Aufpreis, ohne Mindestlizenzzahl, ohne Tarif-Upgrade. Dazu kommt mit „Dateien wiederherstellen" der beste Rollback im Vergleich.

Bei Google kostet DSGVO-konforme Datenhaltung den Sprung von Starter auf Standard und damit den doppelten Preis; Starter scheidet zusätzlich am Speicherplatz aus. Dropbox und Box fallen für kleine Teams praktisch aus — zehn Lizenzen beziehungsweise ein Enterprise-Vertrag sind für einen Fünf-Personen-Betrieb keine realistische Hürde.

Unter den weniger bekannten Anbietern bietet Zoho WorkDrive den günstigsten Preis bei unkomplizierter EU-Speicherung.

Wer maximale Datensouveränität möchte, ist bei Proton Drive am besten aufgehoben: der einzige Anbieter im Vergleich, der die Daten bereits auf Ihrem Gerät verschlüsselt und sie deshalb auch auf Anordnung nicht herausgeben kann. Für Betriebe mit Schweigepflicht nach § 203 StGB ist das kein Komfortmerkmal, sondern ein struktureller Vorteil. Der Aufpreis gegenüber Microsoft liegt bei fünf Nutzern unter zehn Euro im Monat.

Vergleichstabelle (monatliche Gesamtkosten, netto)

Anbieter5 Nutzer10 Nutzer20 Nutzer50 Nutzer€/TBMassen-Rollback
Google DriveGlobal: Starter 34,00 €
EU: Standard 68,00 €
Global: 68,00 €
EU: 136,00 €
Global: 136,00 €
EU: 272,00 €
Global: 340,00 €
EU: 680,00 €
227 € / 6,80 €Nein
OneDrive for BusinessGlobal/EU: Basic 30,35 €60,70 €121,40 €303,50 €6,07 €Ja (30 Tage)
Dropbox BusinessGlobal: Standard 60,00 €
EU: nicht möglich (< 10 Lizenzen)
Global/EU: 120,00 €Global/EU: 240,00 €Global/EU: 600,00 €20,00 €Ja (Rewind)
BoxGlobal: Starter 22,50 €
EU: nur Enterprise
Global: 45,00 €
EU: nur Enterprise
Global: 90,00 €
EU: nur Enterprise
Global: 225,00 €
EU: nur Enterprise
45,00 €Nein
Zoho WorkDriveGlobal/EU: Starter 12,50 €25,00 €50,00 €125,00 €12,50 €Nein
Proton DriveGlobal/EU: Drive Prof. 39,95 €79,90 €159,80 €399,50 €7,99 €Nein

Und noch einmal zum Schluss

Welchen dieser Dienste Sie auch wählen: Er ist Ihre Ablage, nicht Ihre Datensicherung. Die Frage, aus der heraus Sie im Ernstfall Ihren Betrieb wieder zum Laufen bringen, lautet nicht „wo liegen meine Daten", sondern „wann habe ich zuletzt eine Wiederherstellung getestet".


Quellen

Preise und Produktangaben geprüft am 8. August 2026 anhand der Anbieter-Preisseiten für Deutschland:

Tarife, Preise und Funktionsumfang ändern sich häufig. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss den aktuellen Stand beim Anbieter.